Wie so vieles in meiner Hardwaresammlung ist auch dieser 19″ Computeserver von HP mit 1 HE Bauhöhe als Elektroschrott in meine Hände gelangt. Wie alle Server in möglichst platzsparender Bauform (DL bedeutet „Density Line“) ist dieser wirklich sehr laut wenn die Lüfter aufdrehen – das ist bei jedem Boot vor dem BIOS POST gut hörbar (erst danach greift die PWM-Drehzahlregelung).
Eine unerwartete Erkenntnis ist das wenn man das BIOS auf eine neuere Version aktualisiert das „HP Integrated LightsOut iLO 100c“ Remote Management ebenfalls passend aktualisiert werden muss da die Lüfter sonst unregelbar dauerhaft auf Vollgas laufen. Das iLO Firmwareupdate muss via FreeDOS oder MS-DOS von einem USB-Stick der kleiner als 32 GB ist erfolgen (oder von Disc die man dafür erst brennen muss), so wie zuvor auch das BIOS-Update. Man muss auch erst einmal wissen das sich das Ganze so verhält, zuerst habe ich vermutet das nach dem BIOS-Flash irgendetwas neu konfiguriert werden muss und ich die Optionen nur nicht finde.
Als ich dann herausgefunden hatte das die Managementlösung auch aktualisiert werden muss und das dann auch auf Anhieb funktioniert hat war ich erleichtert und der Raum bedeutend ruhiger.
Dokumentation von HP („QuickSpecs“)
Hier habe ich die technischen Möglichkeiten bei diesem Server als PDF eingebunden:
Hardware
Die passenden Teile für diesen Server sind mittlerweile sehr günstig weil lange obsolet. Ich habe immer wenn mir etwas passendes über den Weg gelaufen ist aufgerüstet. Daher weichen die Spezifikationen mittlerweile weit von den originalen ab (In meiner Ausstattungsvariante war z.B. einer der schwächeren Dual-Core Xeon Modelle und 2 GB RAM verbaut).
Im Moment sind u.a. der von HP als maximal angesehene Vierkernprozessor, 8 GB ECC RAM und so viele Datenträger wie SATA-II Ports verbaut. Also fünf, auf dem Board befinden sich sechs Ports. Davon wird einer vom DVD-Brenner belegt. Das passt gut: wenn man noch das Bootlaufwerk abzieht bleiben vier Ports, ideal für zwei RAID1-Arrays aus je zwei Datenträgern – Genau so habe ich das Ganze auch konfiguriert. Mehr halte ich sowieso nicht für nötig, immerhin ist der Ansatz „Retro“ und „Compute“, nicht „Storage“.
Die Slots für Erweiterungskarten sind leer.
Betriebssysteme
Installiert ist ein Triple Boot Setup aus Windows Server 2000, 2003 R2 und 2008. Alles 32-Bit und parallel zueinander auf einer OEM SATA SSD von Toshiba (MBR). Gebootet wird via BIOS.



Um Serversoftware von Anfang 2000 zu betreiben ideal.
Fotos





