Hardwareprobleme bei Fritzboxen, besonders bei der sehr verbreiteten 7590

Veröffentlicht am 7. Januar 2026 um 1:07

Ich war im Konsumentenbereich immer großer Fan der Firma AVM und ihrer Produkte. Ich fand die Philosophie richtig: Ausgereifte Hardware und langer, hochwertiger Softwaresupport. Fast wie bei Synology und Apple. Dazu ein wirklich gut ausgestattetes Ökosystem.

In den letzten drei Jahren häufen sich Berichte von Defekten an manchen Fritzboxen, das WLAN fällt aus, ist aber laut FRITZ!OS aktiv. Fast immer das 2.4 GHz Band zuerst, oft dann später beide Bänder (5 GHz auch noch). Das bei uns seit dem Release betriebene, ehemalige Flaggschiff FritzBox 7590 war auch betroffen, kurz vor dem Ablauf der von AVM freiwillig gewährten 5 Jahren Garantie.

Bis ich darauf gekommen bin warum nur noch manche WLAN-Geräte funktionieren hat eine Weile gedauert – Wenn ich nicht für jedes Band eine eigene, versteckte SSID betreiben würde hätte ich vermutlich noch deutlich länger gesucht (Die Standardeinstellung sendet diesselbe SSID für beide Bänder). Zudem läuft bei uns alles was möglich ist via Ethernet.

AVM hat uns unser Exemplar schon vor längerem ausgetauscht, danke für diesen guten Service. Das hat nur ein paar Tage gedauert, zur Überbrückung habe ich die FritzBox von davor eingesetzt, eine altehrwürdige 7390. Kurz darauf hörte ich im Bekanntenkreis von einem ähnlichen Fall. Gleicher Defekt, auch auf Garantie ausgetauscht.

Dieses Thema kam bei mir jetzt wieder auf, weil ich im familiärem Umfeld einen erneuten Fall zu beklagen habe. Ähnliche Symptomatik – Dieses mal beide WLAN-Bänder weg während die Software sagt das diese da sein sollten. Dieses Exemplar ist knapp zu alt für einen Austausch durch AVM und wird demnächst notgedrungen durch eine FritzBox 7590 AX V2 ersetzt.

Möglichkeiten

Über diese Problem hat Günter Born schon vor längerem berichtet. Es finden sich auf seinem Blogpost auch viele nützliche Hinweise zur Reparatur und Firmen die sich dem Problem annehmen. Auch Heise hat das Thema später aufgegriffen.

Der Fehler kann repariert werden – viele Fritzboxen werden wohl trotzdem im Elektroschrott landen. Das ist ärgerlich, besonders weil 90% des Geräts ja weiterhin problemlos funktioniert. Alternativ kann das WLAN im Tandem mit einem Repeater von AVM, der via LAN-Brücke an die Fritzbox angeschlossen ist umschifft werden. Nicht optimal, aber praktikabel.

Folgen

Fehler können passieren, wichtig ist wie damit umgegangen wird. AVM bemüht sich, betroffene Exemplare auszutauschen. Ehrlicherweise muss ich sagen, das mein Vertrauen in die Produkte trotzdem etwas erschüttert wurde. Ich hatte zuvor noch nie irgendeine Art von Problem mit Produkten von AVM und die Firma war seit langer Zeit immer die Standardempfehlung im Privatumfeld.

Das nun Imker Capital Partners die Geschicke der Firma leitet kann auch nichts gutes für die Zukunft bedeuten.

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