RetroBook: GPU VRM und PTM7950

Veröffentlicht am Published on 发表于 10. Juni 2026 um at , 8:56

Auch wenn die Anwendung des PTM 7950 von Honeywell alles andere als angenehm ist, habe ich vor alle Geräte die theoretisch „bis zum Ende“ ohne große Wartungsmaßnahmen laufen sollen damit auszustatten. In diesem Fall sogar wie es eigentlich gedacht ist, nämlich „Direct Die“, also ohne IHS (Integrated Heatspreader). Parallel dazu habe ich ein wenig mit Passivkühlkörpern auf den GPU-VRMs (die sehr heiß werden!) experimentiert, mit leider nur mäßigem Erfolg.

GPU VRMs

Die vorgesehene Kühlfläche passt gerade eben nicht auf die VRM-Komponenten der nun verbauten Nvidia Quadro 2000M, was dazu führt das diese ziemlich schnell sehr warm werden. Nicht wirklich kritisch wenn man keine Dauervollast der GPU anstrebt, bei 3D-lastigen Spielen steigen die Temperaturen jedoch unaufhörlich in unangenehme Regionen zumal das HP EliteBook 8540p nur einen Lüfter besitzt, der CPU und GPU gleichzeitig kühlen muss.

Auch in diesem Fall wäre ein bestenfalls aus Kupfer gefrästes Teil, das samt dünnem Wärmeleitpad unter der vorhandenen Kühlfläche angebracht wird und diese seitlich erweitert das Optimum. Leider habe ich weder eine passende Fräsmaschine noch das Material zur Hand. Um diese Stellen geht es:

Die schwarzen SMD-Komponenten sind die Spannungsregler (VRMs), links durch das Wärmeleitpad und die Heatpipe verdeckt. Um wenigstens etwas Wärmespeicherungskapazität aufzubauen, habe ich ähnlich wie zuvor oft bei M.2-SSDs einen improvisierten Kühlkörper* aus Aluminiumfolie gebaut und mit schwarzem PVC-Isolierband* am direkten Kontakt zur Tastatur gehindert. Platziert ist das auf vorsichtig positionierten zusätzlichen Wärmeleitpads, immerhin leitet Aluminium Elektrizität und könnte im schlimmsten Fall einen Kurzschluss verursachen:

Bis hierhin befand sich weiterhin Arctic MX-4 Wärmeleitpaste* auf dem CPU- und GPU-Die um die Differenzen der VRM-Temperaturen nicht zu verfälschen.

Temperaturunterschiede der GPU-VRMs





Die drei Werte in der Tabelle sind von links nach rechts: Minimum, Maximum und Durchschnitt. Die angegebenen Werte sind in Grad Celsius.

Wie man sehen kann wird alles trotzdem noch unangenehm warm. Es müsste ein ordentlich gestalteter Kühlkörper ergänzt werden und selbst dieser würde vermutlich keinen weltbewegenden Unterschied mehr machen, sobald die thermische Sättigung erreicht ist. Die Heatpipe und die gesamte Kühlerkonstruktion von HP kann nur eine bestimmte Wärme in einer bestimmten Zeit abtransportieren.

PTM 7950 auf CPU und GPU

Dieses Mal wieder mit vorgekühlten Pads, ich habe mir die passenden Größen aus einem mit 80 x 40 mm herausgeschnitten. Das CPU-Die des i7-840QM ist ungefähr 25 mm lang und 15 mm breit, das der GPU ca. 15 x 20 mm. Ich habe also einen 40 mm langen und 20 mm breiten Streifen mit einer scharfen Schere aus dem größeren Pad geschnitten und dann nochmal passend getrennt.

Ein geändertes Haftverhalten ist wirklich zu erkennen: Die Adhäsion auf dem CPU-Die war sofort und stark, viel besser und stärker als auf den Heatspreadern zuvor. Auf der GPU wollte das Pad dagegen nicht so richtig, evtl. waren doch noch Rückstände der Wärmeleitpaste vorhanden (Silikonöl!).

Vom Prozess habe ich dieses Mal keine Fotos gemacht, der Ablauf ist ja schon sehr gut dokumentiert. Viel interessanter dürften die Vergleichsergebnisse sein:

CPU – Temperaturen aller Einzelkerne




Die drei Werte in der Tabelle sind von links nach rechts: Minimum, Maximum und Durchschnitt. Die angegebenen Werte sind in Grad Celsius.
CPU – Kern-Maximum




Die drei Werte in der Tabelle sind von links nach rechts: Minimum, Maximum und Durchschnitt. Die angegebenen Werte sind in Grad Celsius.
GPU




Die drei Werte in der Tabelle sind von links nach rechts: Minimum, Maximum und Durchschnitt. Die angegebenen Werte sind in Grad Celsius.

Fazit

Überraschend für mich war die doch deutliche Verbesserung der CPU-Temperaturen. Natürlich war die Wärmeleitpaste auch schon einige Betriebsstunden und Jahre alt aber trotzdem. An der GPU-Temperatur hat sich nicht wirklich viel getan, die VRM-Temperaturen dieser sind leider wie zuvor in einem unerwünscht hohen Bereich. Das wird wohl so bleiben müssen.


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