Die iPod Classic von Apple sind und waren wirklich gute Musikabspielgeräte. Lange Akkulaufzeit, für damalige Verhältnisse viel Speicherplatz und komfortable Bedienung. Dazu keine Abos, alles offline, trotzdem schönes Coverart und gutes Management via iTunes. Das Design ist ikonisch und wird sofort wiedererkannt.
Leider gibt es zwei Verschleißstellen: Der Akku und die kleine 1.8″ Festplatte von Toshiba oder Samsung. Eigentlich verrückt, das man Festplatten so klein und trotzdem recht zuverlässig und stoßunempfindlich bauen kann. Was man mangels Alternativen alles entwickeln und produzieren kann, unglaublich: Flash war in der Hochzeit dieser iPods noch sehr teuer.
Den Akku bekommt je nach genauem iPod Classic Modell überall als Nachbau* und der Austausch ist mit dem passenden Werkzeug gut machbar. Aber was wenn irgendwann die Festplatte einen Schaden hat?
Ersatzfestplatte?
Diese Spezialfestplatten werden schon länger nicht mehr hergestellt und selbst wenn, ersetzt man das defekte Bauteil gegen ein ebenso anfälliges. Es gibt etwas besseres: iFlash.
Dadurch kann man die interne HDD wahlweise durch eine mSATA bzw. M.2 SATA-SSD oder verschiedene Arten von Speicherkarten* ersetzen. Eine super Idee!
Ich bin über dieses Thema vor einigen Jahren gestolpert als man mir einen iPod Classic 7th Generation mit Festplattenschaden (160 GB) übergab und ich nach einer eleganten Lösung suchte um diesen wiederzubeleben. Dieses als letztes von Apple hergestellte Modell ist generell für Mods aller Art gut geeignet, es gibt größere Akkus, iFlash oder sogar nachgerüstetes Bluetooth. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Durch LBA 48-Bit Adressierung hat bei diesem spezifischen Modell auch die Speicherkapazität nur theoretische Limits (2 TB und mehr sind kein Problem).
Hier kann man schauen, welche genauen Modelle kompatibel sind.
Erfahrungen
Ich habe nur einen neuen Akku und ein iFlash für mSATA (mittlerweile EOL) verbaut, samt einer 256 GB Crucial SSD. Der iTunes-Sync ist viel schneller als mit Festplatte und die Akkulaufzeit hat sich auch etwas verlängert. Wenn ich nochmal ein iFlash verbauen würde wäre meine Wahl SD bzw. MicroSD-basiert, das spart nochmal wesentlich mehr Strom und ist leichter bzw. weniger wärmeerzeugend. Damals hatte ich die besagte mSATA-SSD schon zur Hand, daher wurde diese Methode gewählt.
Die iFlash-Module sind nicht besonders günstig aber im Gegenzug löst man damit das Festplattenverschleißproblem permanent.
