Cinebench: Die lange Geschichte eines Benchmarks

Veröffentlicht am Published on 发表于 10. Februar 2026 um at , 11:47

Das eigentlich zugrundeliegende Produkt ist Cinema 4D der deutschen Firma Maxon – Eine leistungshungrige Renderingsoftware.
Die Entwicklungsgeschichte ist wirklich interessant, die erste Version erschien schon 1993 für den Commodore Amiga.

In einigen Spielfilmen kam diese Software zum Einsatz, zum Beispiel:

  • Verblendung (2011)
  • Die Legende von Beowulf (2007)
  • Der Goldene Kompass (2007)
  • Könige der Wellen (2007)
  • Spider-Man 3 (2007)
  • Die Chroniken von Narnia (Teil 1: 2005 / Teil 2: 2008 / Teil 3: 2010)
  • Serenity – Flucht in neue Welten (2005)
  • Inception (2010)
  • Van Helsing (2004)
  • Der Polarexpress (2004)
  • Amok – He Was a Quiet Man (2007)
  • Iron Man 3 (2013)
  • Pacific Rim (2013)
  • Fast & Furious 7 (2015)
  • Avengers: Endgame (2019)

…Bleeding Edge Rendertechnologie könnte man sagen. Um die Leistungsfähigkeit von Hardware für den Einsatz mit Cinema 4D zu testen wurde dann Cinebench erschaffen: Die erste Version wurde Ende 1999 veröffentlicht und hieß „Cinebench 2000“. Seither gibt es immer mal wieder ein neues Release dieses Benchmarks und jährliche Releases der eigentlichen Software Cinema 4D, neben Windows auch für macOS (neuere Versionen sowohl als x86 bzw. x86-64 als auch ARM64).

Cinebench wird hauptsächlich zum Testen von Prozessoren genutzt, entweder alle Threads oder ein einzelner Thread können voll belastet und gemessen werden. Viele Versionen bieten zusätzlich den Test der GPU an. Hier ein Überblick in Form von Screenshots über die verschiedenen Versionen:

CineBench 2000

CINEBENCH 2003

CINEBENCH 9.5

CINEBENCH R10

CINEBENCH R11.5

CINEBENCH R15

CINEBENCH R20

CINEBENCH R23

Cinebench 2024

Cinebench 2026

Kompatibilität bzw. genauere Informationen

Hier habe ich zusätzlich eine Tabelle aller mir bekannten Versionen samt Informationen zusammengestellt:

ReleaseArchitekturGPU-BenchmarkUnterstützte BetriebssystemeArchivgröße für Windows
CineBench 20001. Dezember 1999x86 (32-Bit)Ja (OpenGL)Windows 95 / 98 / NT 4 / 2000 oder neuer

Mac OS X 8.0 oder neuer
6,17 MB
CINEBENCH 20031. Januar 2003x86 (32-Bit)Ja (OpenGL)Windows 98 SE / 2000 / XP oder neuer

Mac OS X 9.0 oder neuer
18,1 MB
CINEBENCH 9.51. Januar 2004x86 (32-Bit)
x86-64 (64-Bit)
Ja (OpenGL)Windows 2000 / XP oder neuer

Mac OS X 10.3.9 oder neuer
44,3 MB
CINEBENCH R101. August 2007x86 (32-Bit)
x86-64 (64-Bit)
Ja (OpenGL)Windows 2000 / XP oder neuer

Mac OS X 10.3.9 oder neuer
51,4 MB
CINEBENCH R11.51. Februar 2010x86 (32-Bit)
x86-64 (64-Bit)
Ja (OpenGL)Windows 2000 / XP oder neuer

Mac OS X 10.3.9 oder neuer
142 MB
CINEBENCH R1530. September 2013x86-64 (64-Bit)Ja (OpenGL)Windows Vista, 7, 8 oder neuer

Mac OS X 10.6.8 oder neuer
81,9 MB
CINEBENCH R201. März 2019x86-64 (64-Bit)NeinWindows 7 mit SP1 oder neuer

OS X 10.11.6 oder neuer
221 MB
CINEBENCH R2311. November 2020x86-64 (64-Bit)NeinWindows 10 oder neuer

macOS 10.13.6 oder neuer
249 MB
Cinebench 20241. November 2024x86-64 (64-Bit)
ARM
JaWindows 10 oder neuer

macOS 11.7.7 oder neuer
1,30 GB
Cinebench 20269. Dezember 2025x86-64 (64-Bit)
ARM
JaWindows 10 oder neuer

macOS 14.7 oder neuer
2,54 GB

Ich selbst verwende immer wo es geht die Version R23, samt zusätzlicher Ergebnisse zwecks besserer Vergleichbarkeit (dazu mehr im nächsten Beitrag). Von der Belastung her und dem bei mir vorkommenden Hardwarezeitraum ist das ein guter Kompromiss aus Belastung und Kompatibilität: Immerhin hantiere ich viel mit älteren Systemen (Windows 10 und älter) – Da ist es schon hilfreich wenn zwei langsamere Kerne und relativ wenig RAM trotzdem lauffähig sind um die vorhandene Hardware zu vergleichen oder die Auswirkungen von Einstellungen zu testen.

Unabhängig davon ist R23 auch meine Standardversion beim Übertakten von Prozessoren und die Version, mit dem in diesem Blog nahezu alle CPUs die in „Hardware Setups“ vorkommen getestet bzw. gemessen wurden.

Selbst die erste Version „CineBench 2000“ ist unter Windows 11 (64-Bit) auch heute noch lauffähig!

Download

Alle Versionen können u.a. bei TechPowerUp komfortabel heruntergeladen werden.


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