Acer Aspire XC-605: Spätes Upgrade in Zeiten extremer Speicherpreise

Veröffentlicht am Published on 发表于 22. April 2026 um at , 22:04

Vor mehreren Wochen wurde ich im Bekanntenkreis gefragt, was das Problem sein könnte wenn kein Browser mehr funktioniert. Genauer: Beim Versuch entweder Microsoft Edge oder Mozilla Firefox zu starten wird dies nur mit einer Fehlermeldung quittiert, das nicht genug Berechtigungen vorhanden seien. Komischer Fehler, warum sollten nach jahrelangem problemlosen Betrieb plötzlich Berechtigungen fehlen?

Nach einigem Hin und Her wurde durch telefonische Anleitung die Installation einer neuen Mozilla Firefox Version erreicht und schließlich mithilfe eines funktionierenden Browsers AnyDesk installiert, mithilfe dessen ich mir das Problem selbst ansehen konnte. Da kam eine Überraschung zutage: Auf dem PC läuft wie seit jeher Windows 8.1 Home, 64-Bit!

Seit längerem ohne jegliche Updates (End of Life war am 10. Januar 2023!), war das Problem letzendlich abgelaufene Root-Zertifikate. Ein weiterer Betrieb mit 8.1 war sowieso keine praktikable Option, also habe ich ein In-Place-Upgrade auf Windows 10 22H2 via AnyDesk aus der Ferne durchgeführt. Das hat Stunden gedauert, weil als Bootlaufwerk immernoch die werksseitige 3.5″ WD Festplatte mit 1 TB Kapazität* verbaut ist. Der sowieso sehr kleine i3 Zweikerner vierter Generation wird zusätzlich durch die mittlerweile sehr schmalen 4 GB DDR3 RAM in Form eines Speicherriegels zusätzlich stark ausgebremst. Alles in allem ein deutlich gealtertes System, aber mit dem Potenzial sehr kosteneffizient aufgerüstet zu werden. Genau das habe ich dann heute, einige Tage später, auch getan.

Nach einer Grundreinigung sieht die Welt gleich freundlicher aus:

Upgrades

Der PC wird lediglich zum Betrachten von Fotos und gelegentlichem Surfen im Internet verwendet. Also kein Grund, auf allerneueste und teure Hardware umzusteigen. Für überschaubares Geld lässt sich noch einiges aus diesem 2014er Acer Aspire herausholen – Hier eine Gegenüberstellung der aktuellen Komponenten und der geplanten Aufrüstung:

OriginalGeplant
ProzessorIntel Core i3-4150 (SR1PJ)
Haswell → DT (22 nm)
Stepping C0

2 Kerne, 4 Threads
Grundtakt 3.50 GHz

Kernanzahl / Kein Turbo Boost:
1 – 3.50 GHz
2 – 3.50 GHz



Caches:
L1 : 128 KB  L2: 512 KB  L3: 3 MB

54 Watt TDP
Intel Core i7-4790 (SR1QF)
Haswell → DT Refresh (22 nm)
Stepping C0

4 Kerne, 8 Threads
Grundtakt 3.60 GHz

Kernanzahl / max. Turbo-Boost:
1 – 4.00 GHz
2 – 4.00 GHz
3 – 3.90 GHz
4 – 3.80 GHz

Caches:
L1 : 256 KB  L2: 1 MB  L3: 8 MB

84 Watt TDP
GrafikIntel HD Graphics 4400
GT 1.5

350 – 1150 MHz
Intel HD Graphics 4600
GT 2

350 – 1200 MHz
RAM4 GB SK Hynix (1 x 4 GB)
DDR3-1600, 11-11-11-28 1T (1.5 Volt)
Single-Channel

DIMM (Unbuffered)
1 von 2 Slots belegt
16 GB Envinda / Crucial (2 x 8 GB)
DDR3-1600, 11-11-11-28 1T (1.5 Volt)
Dual-Channel

DIMM (Unbuffered)
2 von 2 Slots belegt
BootgerätHDD WD Blue (1 TB)
WD10EZEX-21M2NA0
7200 rpm / 64 MB Cache
SATA-III
3.5″
SSD Patriot Burst (240 GB)
PBU240GS25SSDR
32 MB DRAM-Cache, TLC
SATA-III
2.5″
DatenspeicherHDD WD Blue (1 TB)
WD10EZEX-21M2NA0
7200 rpm / 64 MB Cache
SATA-III
3.5″
BetriebssystemMicrosoft Windows 8.1 Home (x64)Upgrade auf Windows 10 Home, dann final auf Windows 11 Home (x64)

Das UEFI war bereits auf dem aktuellen Stand, das habe ich überprüft bevor ich irgendetwas auseinandergebaut habe. Hintergrund ist das neuere Prozessoren innerhalb einer Generation meist erst durch aktualisierten Microcode in Form von neuerer BIOS bzw. UEFI-Version unterstützt werden. Der geplante i7-4790 ist sogar ein Refresh innerhalb von Haswell-DT, daher sogar neuer als die i7 Releasemodelle waren und Inkompatibilitäten sind nicht auszuschließen.

Hier die Komponenten, bis auf die CPU alles aus meinem Fundus:

Umbau des Prozessors

Das ist durch den Sockel FC-LGA 1150 denkbar einfach:

Als Wärmeleitpaste habe ich die bewährte MX-4 von Arctic* verwendet, zur Reinigung der Komponenten 99,9% Isopropanol*. Die zwei neuen Arbeitsspeicherriegel dazu und siehe da: POST erfolgreich, läuft. Im UEFI wird alles korrekt erkannt. Nun noch die Partitionen verkleinern, die Festplatte auf die SSD klonen und alles wieder zusammenbauen.

Erfolg?

Zu Vergleichszwecken habe ich am Anfang mit originaler Hardware Cinebench R23 und den PassMark Performance Test v11.1 laufen lassen und nach dem Umbau erneut. Beides unter demselben Windows 10 Home, 64-Bit. Dadurch kann man die Leistungssteigerungen nun gut darstellen:

Original
i3, 4 GB DDR3, HDD
Aufgerüstet
i7, 16 GB DDR3, SSD
Unterschied
PassMark
Rating
668.6 Punkte1150.1 Punkte+72,02 %
PassMark
CPU
3542.2 Punkte7584.6 Punkte+114,12 %
PassMark
2D Graphics
268.8 Punkte393.6 Punkte+46,43 %
PassMark
3D Graphics
553.9 Punkte725.0 Punkte+30,89 %
PassMark
Memory
1426.1 Punkte2535.4 Punkte+77,79 %
PassMark
Disk
1050.4 Punkte2895.5 Punkte+175,66 %
Cinebench R23
Single
820 Punkte873 Punkte+6,46 %
Cinebench R23
Multi
1960 Punkte4403 Punkte+124,64 %

Die Steigerungen sind durch die Bank sehr großzügig ausgefallen und extrem spürbar. Besonders die integrierte Grafikeinheit die im i7 etwas stärker als die im i3 ist profitiert zusätzlich durch den Dual Channel Betrieb mit zwei Riegeln (statt zuvor mit nur einem). Durch die Patches gegen Spectre bzw. Meltdown und andere Faktoren werden die Referenzergebnisse aber nicht ganz erreicht. Hier die Cinebench-Screenshots:

Dann die PassMark-Ergebnisse, durch fehlendes Internet zum Testzeitpunkt allerdings nur offline:

Zu guter Letzt noch die HWiNFO-Übersicht der jeweiligen Konfiguration:


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