Mini-PC Server #1:

Prolog

Veröffentlicht am Published on 发表于 26. Mai 2026 um at , 11:04

Wie schon in zuvor geschriebenen Beiträgen war ich von den allerlei Mini-PCs verschiedener Hersteller und Generationen die es auf dem (Refurbished-) Markt gibt immer angetan. Ob als sehr stromsparender Server, relativ leistungsstarker Officecomputer, „Streamingbox“ oder Emulationsgerät. Anwendungszwecke gibt es genug, die Ersatzteilverfügbarkeit ist größtenteils exzellent und die Preise als Gebrauchtware akzeptabel.

Kein Vergleich zu den günstigen, neuen „No-Name“ Mini-PCs aus Fernost, ohne wirklichen Softwaresupport. Irgendetwas funktioniert im UEFI nicht? Meistens Pech gehabt. Im Kontrast dazu bekommen die Businessgeräte der namhaften Hersteller viele Jahre Updates für alles relevante. Gleichzeitig sind Lüfter, Kühler und sonstige Bauteile oft um ein vielfaches besser ausgelegt um viele Jahre problemlos zu überdauern.

Dazu kommt, das in vielen neuen Mini-PCs die Aufrüstbarkeit durch die Verwendung von verlöteten Mobilprozessoren nur noch eingeschränkt gegeben ist – Für mich persönlich nicht akzeptabel. Dazu ab und zu auch noch verlöteter RAM, ein No-Go.

Bisher hat bei uns andere, ausgesonderte Hardware den Job des stromsparenden Proxmoxhosts übernommen. Natürlich mit Kompromissen – Aber nahezu kostenlose, verhältnismäßig moderne bzw. stromsparende Hardware ungenutzt herumliegen zu lassen wäre auch keine bessere Verwendung. Über die Zeit kamen allerdings immer mehr kleine Problemchen dazu, die mich in Kombination mit einem akzeptablen Angebot (Tolle Preise gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, CPUs, RAM und Datenspeicher sind sehr stark im Preis gestiegen. Ob das jemals wieder wirklich besser wird ist fraglich, man kann nur hoffen) jetzt dazu bewogen haben unsere dauerlaufende Proxmox-Landschaft umzubauen und zu erweitern.

Probleme des bisherigen Setups

Wie ich in diesem Beitrag aufgeführt habe, existieren bei uns zwei stromsparende Proxmox-Server, ein leistungsstarker und -hungriger und ein Backupserver. Der leistungsstarke läuft nur wenn gewünscht, alles andere 24/7.

In der Realität wird der TR-Server kaum genutzt, aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist der Stromverbrauch ziemlich hoch und zum anderen werden die VMs aus Zeitmangel eher lokal substituiert und daher über das Netzwerk kaum verwendet. Dazu kommt, dass das vGPU-System immer wieder Inkompatibilitäten mit sich bringt (das z.B. innerhalb der Windows 11 VMs durch Updates die GPU nicht mehr funktioniert, serverseitig Dinge nicht richtig funktionieren, Proxmoxupdates Funktionalitäten zerstören, …) und der ständige Reparaturbedarf Zeit frisst die ich momentan nicht habe, für wenig bis keine Nutzung danach. Klar ist vGPU technisch wirklich gut und interessant, aber im Moment absolut überflüssig bei uns.

Der Host, von dem aus Medien lokal gestreamt werden ist das HP-Notebook mit dem Intel Core i5-10210U (4 Kerne, 8 Threads), mit nur 15 Watt TDP. Das Problem: Gerade beim Indexieren dreht der Lüfter über Stunden öfter und länger voll auf (Single Core Last, Boost auf 4.2 GHz!). Da sich der Rechner im Wohnzimmer befindet ist die Lärmbelästigung nicht zu ignorieren. Dazu wird jeden Tag über Stunden Staub ins Gerät gezogen und wie lange ein so günstiger, flacher Lüfter die permanent hohen Drehzahlen schadensfrei mitmacht möchte ich auch lieber nicht ausprobieren. Primär geht es also darum diesen möglichst sinnvoll zu ersetzen.

Gleichzeitig wird die Zahl der laufenden Dienste immer größer und dadurch wird der Umbau keinen der zwei vorhandenen Server ersetzen, sondern die Landschaft nur erweitern.

Lösung?

Mindestens ein Mini-PC soll zur Erweiterung angeschafft werden. Wie, was und warum dann im nächsten Beitrag.


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